Allgemeine Turnierordnung (TO)

 

Notfallkontakte

Uwe Flottemesch

Email:

webmaster@freechess.de

Telefon:

05032-9330680 (AB, Anruf wird aufgezeichnet)

FAX:

05032-891752

 

Stefan Hoffmann

Email:

stefan.hoffmann@freechess.de

Handy/SMS:

0163 - 1910936

Die Telefonnummern sind nur bei echten Notfällen zu benutzen. 
Allgemeine Fragen bitte im Forum oder per Email stellen.

 

Nutzung von Schachprogrammen

Die Nutzung von Programmen zur Zug-Generierung (Engines, Schachcomputer, Tablebases etc.) bei laufenden Partien ist ausdrücklich untersagt. Das Recherchieren in analogen oder elektronischen Datenbanken ist erlaubt.

 

Teilnehmerauswahl

Die Auswahl der Teilnehmer übernimmt der Turnierleiter oder bei einigen Turnieren das System. Die Anmeldung zu einem Turnier ist im allg. noch keine Garantie zur Teilnahme.

 

Bedenkzeit

Im Turnierbereich kommen drei Bedenkzeitsysteme zum Einsatz:

 Zeitsystem

Bezeichnung

Zeiteinheit

 System 1

Zeit je Zug (Standard-System)

Tag

 System 2

x Tage für y Züge (Epochenbedenkzeit)

Sekunde

 System 3

x Tage für alle Züge (Gesamtbedenkzeit)

Sekunde

Grundsätzlich gilt:

  • Die Bedenkzeit läuft sofort nach Anlegen des Schachspiels.
  • Die Bedenkzeit berechnet sich aus der Zeitdifferenz zwischen Zug und Gegenzug. Maßgeblich ist die Angabe des Zeitstempels im Schachprogramm. 

weitere Erläuterungen in der Hilfe Hilfe zur Bedenkzeit

 

Überschreitung der Bedenkzeit

Die Bedenkzeit (BZ) wird automatisch durch das System kontrolliert.  

  • Der Prüflauf über alle offenen Partien erfolgt täglich ab 0 Uhr (Serverzeit).

  • Die Zeit ab 0 Uhr bis zur Prüfung einer Partie zählt zum vorherigen Tag.
  • Nach Ablauf der BZ (System 1) erfolgt eine Abmahnung wegen BZ-Überschreitung.
  • Beide Spieler erhalten eine Info-Mail.
  • Nach Ablauf der BZ (System 1) tritt eine Nachfrist in Kraft, wenn diese vereinbart ist
  • Die Nachfrist (System 1) wird nur einmal je Spiel gewährt. 
  • Bei Zeitüberschreitung im BZ-System 2 und 3 erfolgt ein sofortiger Partieabbruch.

 

Urlaub / Fehlzeiten

Voraussichtliche Fehlzeiten ("Urlaub") werden vom Spieler selbst eingetragen

  • Im "Urlaub" darf grundsätzlich gespielt werden.
  • Urlaub des Gegners entbindet nicht von der eigenen Zugpflicht.

Beispiel bei "3 Tagen je Zug" (System 1) und ohne Nachfrist:

Ohne Urlaub

 

Mit Urlaub, Fall 1

 

Mit Urlaub, Fall 2

1. Juni

Zug des Gegners

 

1. Juni

Zug des Gegners

 

1. Juni

Zug des Gegners

2. Juni

1. Tag BZ läuft

 

2. Juni

1. Tag BZ läuft

 

2. Juni

1. Tag BZ läuft

3. Juni

2. Tag BZ läuft

 

3. Juni

2. Tag BZ läuft
2 Tage Urlaub ab 4 Juni eingetragen

 

3. Juni

2. Tag BZ läuft

4. Juni

3. Tag BZ läuft

 

4. Juni

Urlaub

 

4. Juni

3. Tag BZ läuft
2 Tage Urlaub ab 5 Juni eingetragen

5. Juni

Spielabbruch um 0 Uhr

 

5. Juni

Urlaub

 

5. Juni

Urlaub

 

 

 

6. Juni

3. Tag BZ läuft

 

6. Juni

Urlaub

 

 

 

7. Juni

Spielabbruch um 0 Uhr

 

7. Juni

Spielabbruch um 0 Uhr

  • Urlaub kann und darf(!) also auch zur Verlängerung der Bedenkzeiten eingesetzt werden. (Grundsätzlicher "Missbrauch" ist durch das begrenzte Urlaubsbudget nicht möglich.)
  • Urlaub kann zu jedem Zeitpunkt innerhalb der laufenden Bedenkzeit, mit Gültigkeit frühestens ab dem nächsten Tag, eingetragen werden. Also auch am letzten Tag der Bedenkzeit und der damit verbundenen Verschiebung der nächsten Bedenkzeitkontrolle.

 

Eventualzüge

Eventualzug-Vorschläge dürfen nur über die entsprechende Funktion übermittelt werden und sind auch dann bindend, wenn sie zwar eindeutig erkennbar (TL entscheidet), aber in einer Notation abgefasst sind, die vom System nicht verarbeitet werden kann. 

 

Ungültige Züge (illegale Züge)

  • Die Schachspieler sind eigenverantwortlich für die Einhaltung der Regeln.
    (Fast alle illegalen Züge werden vom System blockiert.)
  • Bemerkt ein Spieler einen eigenen ungültigen Zug, kann er dies sofort dem TL melden. Bei einer sofortigen Meldung gibt es keine Abmahnung für den Spieler und der Zug wird zurückgesetzt.
  • Der Gegner kann einen illegalen Zug beim TL reklamieren. Der TL mahnt die Verursacher ab und setzt den illegalen Zug zurück.
  • Spielt der Gegner weiter, erkennt er den illegalen Zug als gültig an. Jede(!) Reklamation wird unwirksam.
  • Bemerkt ein TL einen illegalen Zug, muss er ihn abmahnen und zurücksetzen solange keine Folgezüge gespielt wurden.
  • Das Beenden einer Partie gilt als Zug.

 

Turniere im Modus "Stunden-Blitz"

Illegale Züge

  • Bei illegalen Zügen wird eine Partie für den Verursacher als verloren gewertet, wenn dieser Zug reklamiert wird. Eine Zugrücknahme ist nicht möglich.

  • Reaktion des Gegners auf einen eigenen illegalen Zug:

    • Gegner darf die Partie mit dem Zug "aufgeben" vorläufig beenden (damit die Partie aus der Partienliste entfernt wird), wenn er parallel eine Reklamation an den TL schickt. Wird die Reklamation später nicht anerkannt, gilt die Partieaufgabe.
      Bei Anerkennung wird die Partie nachträglich umgewertet.

    • Spielt der Gegner weiter, erkennt er den illegalen Zug als gültig an.
      Jede Reklamation wird unwirksam.

Sonstige Reklamationen (z.B. auf remis)

  • Reklamationen werden immer via Email-Link über dem Brett an den TL übermittelt.

  • Liegt eine Reklamation auf ein Spielende vor, kann der Spieler die Partie mit dem Zug "aufgeben" vorläufig beenden (s.o.), wenn er parallel eine Reklamation an den TL schickt. Wird die Reklamation später nicht anerkannt, gilt die Partieaufgabe.
    Bei Anerkennung wird die Partie nachträglich umgewertet.

  • Bei Patt muss eine Pattmeldung an den TL übermittel werden. Die Partie kann techn. bedingt nicht beendet werden und muss auslaufen...

Disqualifikation

  • Wenn 15 min nach Anlegen der Partien kein Zug erfolgt ist, kann ein Teilnehmer wegen "Nicht-Erscheinen zum Turnier" disqualifiziert werden.

 

Widerspruchsfrist /-verfahren (Reklamationen)

Ein Spieler hat eine 10-tägige Widerspruchsfrist auf alle Entscheidungen der Turnierleitung, Veröffentlichung von Ergebnissen oder anderer Vorgänge im Turnier. Die Frist läuft ab Veröffentlichung auf der Website freechess.de. Später ankommender Emails oder andere Benachrichtigungsquellen verlängern die Widerspruchsfrist nicht.

  • Eine Reklamation ohne Begründung wird nicht bearbeitet.

  • Reklamationen auf Schachprogramm-Nutzung werden nicht bearbeitet!

  • Reklamationen müssen sachlich verfasst sein, ansonsten werden sie nicht bearbeitet.

  • Eine anstehende FCR-Wertung wird 10 Tage vor Durchführung bekannt gegeben (Simulationszeitraum). Eine Reklamation ist nur innerhalb des Simulationszeitraums möglich.

  • Bei vermuteten Fehlentscheidungen (z.B. Widerspruch zur Turnierordnung) kann einer Entscheidung widersprochen werden. Eine Entscheidung, die im Widerspruch zu anderen offiziellen Regeln der Schachwelt steht (Fide, BdF etc.), stellt noch nicht automatisch eine Fehlentscheidung dar. Im Einzelfall kann es Abweichungen zu den freechess.de-Regeln geben. Im Vordergrund steht der gerechte, ausgewogene und unkomplizierte Turnierablauf. Einzelinteressen werden ggf. untergeordnet.

  • Das TL-Team entscheidet in einer anonymen Abstimmung die Zulassung eines Widerspruch-Verfahrens. Die weiteren Bearbeitung erfolgt im TL-Team oder einem Beratungsteam. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Webmaster.

Ein Rechtsweg ist grundsätzlich ausgeschlossen!

 

 

Unsportlichkeit

Unsportliches Verhalten kann mit Abmahnungen, Spielabbrüchen bis hin zur Disqualifikation und Sperrung geahndet werden.

Unsportlichkeiten sind z.B. wiederholte Eingaben ungültiger Züge, beleidigende Mitteilungen oder anderen Verstößen gegen die Nettiquette, wiederholte Remisangebote bei mehrfacher Absage des Gegners, keine Reaktion auf Anfragen u.a.

 

Rücktritte

Rücktritte gelten immer für den gesamten Spielbetrieb!

  • Genehmigter Rücktritt:
    Gründe können sein: Berufliche Gründe, die nicht absehbar waren, länger dauernde Krankheit und Ähnliches. Der Rücktrittsgrund muss dem Webmaster dargelegt werden.
    Der Rücktrittsgrund wird vertraulich behandelt und nicht veröffentlicht.
    Ist ein Spieler nicht bereit konkrete Angaben zum Rücktritt zu machen, kann keine Genehmigung erteilt werden.
     

  • Ungenehmigter Rücktritt:
    Wenn das TL-Team einen Rücktritt nicht genehmigt hat, weil z.B. keine akzeptierbare Begründung vorliegt ("keine Lust mehr" etc.), der Spieler aber dennoch seinen Rücktritt erklärt, gilt dieser Rücktritt als ungenehmigt.
     

  • Stillschweigender Rücktritt:
    Liegt vor, wenn der Spieler keine Reaktion auf Spielzüge, Abmahnungen und sonstigen Anfragen zeigt.

Nur bei einem genehmigten Rücktritt kann ein Spieler gleichzeitig Turniersieger werden.

 

Übersicht Maßnahmenkatalog

Fall

Punkte im Turnier

FCR-Wertung

1)  

Erste Abmahnung a)

keine Auswirkung

keine Auswirkung

2)  

Zweite Abmahnung aus demselben Grund im selben Spiel. a)

Partieverlust

mit FCR

3)  

Wiederholungen Fall 2)
innerhalb eines Turniers b) 

Hinweis:
Zeitgleich verschickte Abmahnungen oder zeitlich überschneidende Nachfristen werden wie ein Vorfall behandelt und sind kein Wiederholungsfall.

Disqualifikation vom Turnier

Alle Partien:
  Wertung nach Spielausgang

Laufende Partien:
  Partieverlust

Noch nicht gestartete Partien:
  Fallen aus

 

Alle Partien: 
  mit FCR

4)  

Genehmigter Rücktritt

Beendete Partien:
  Wertung nach Spielausgang

Laufende Partien:
  Partieverlust

Noch nicht gestartete Partien:
  Fallen aus

 

Beendete Partien: 
  mit FCR

Laufende Partien:
  ohne FCR

 

5)  

Ungenehmigter oder
Stillschweigender Rücktritt
c)

Alle Partien:
  Wertung nach Spielausgang

Laufende Partien:
  Partieverlust

Noch nicht gestartete Partien:
  Fallen aus

Alle Partien: 
  mit FCR

Weitere Auswirkungen:

a) Eintragung in das Turnierprotokoll (Dokumentation)
b)
In schweren Fällen Maßnahme c) (Webmaster entscheidet)
c) Diese Spieler werden bei freechess.de vorläufig oder dauernd gesperrt.

 

Salvatorische Klausel

Sollte eine oder mehrere Regeln der Turnierordnung ganz oder teilweise uneindeutig sein, so wird dadurch die Gültigkeit der übrigen Regeln nicht berührt. An die Stelle der uneindeutigen Regel tritt rückwirkend eine inhaltlich möglichst gleiche Regelung, die dem Zweck der gewollten Regelung am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für Unvollständigkeiten.

TO geändert an 02.05.2006. Letzte Fassung hier.

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